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Heute war also mein erster Tag beim Bulgarisch-Intensivkurs am Bulgaricum der Uni Saarbrücken. Geleitet wird das Ganze von zwei goldigen Endvierziger-/Mittfünfziger-Bulgarinnen, J. und D. Ein starker, aber hilfreicher Kontrast zum Wischiwaschi-Selbststudium. (Nichts für ungut, PONS, ist eher ‘ne Frage geringer Selbstdisziplin.)
Der Kurs ist erster Teil eines auf zwei Jahre verteilten Sprachlehrgangs. Dabei wechseln sich verschiedene Phasen von Intensivkursen, Fernstudienphasen, Bulgarien-Aufenthalten und Exkursionen ab. Am Ende (also nach zwei Jahren und einem Haufen Prüfungen) steht dann das EU-Sprachreferenzrahmen-Level C2. Das berechtigt, rein sprachkompetenzlich, zum Vollzeitstudium an einer bulgarischen Hochschule. Scharf, nicht wahr? Da sollte es doch eigentlich verwundern, dass ich eigentlich der einzige Student im Kurs bin…
Unser erstes Lehr- und Arbeitsbuch, in dem übrigens das englische Vorwort der einzige Teil ist, der nicht auf bulgarisch geschrieben ist, kostet 30 Euro und soll, wie ich später erfahren habe, schon zu Level A1 oder A2 führen. Das ist mir alles erstmal egal, Hauptsache schonmal ein bisschen Sprachkontakt. Vielleicht hilft’s ja doch, den Kulturschock ein bisschen einzudämmen? Der Kurs kostet mich tollerweise nichts außer der Miete für ein Wohnheimzimmer auf dem (riesigen, by the way) Saarbrücker Campus, also 200 Euro.
Selbstverständlich sind nach einem Tag noch keine großen Sprünge zu erwarten, aber mein mühsam hervorgebrachtes “Kaswam ce Filip.” (“Ich heiße Philipp”, wörtlich: “Ich sage mich Philipp”) von Lina am Telefon mit einem “Hahaha was? Kasperlephilipp” quittiert zu kriegen… Naja.
Mein mich immer noch erheiterndendes und zungenbrechendes Wort des Tages sieht übrigens aus wie das Lösungswort eines missglückten Kreuzworträtsels: “Prepodowatelka”. Zu laut drüber lachen sollte ich aber besser nicht, es bedeutet nämlich “Lehrerin, Dozentin”.
Genug für heute. In diesem Sinne: Mnogo leberkes i dober noscht!
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