Meinen August habe ich nicht mit weiterem Lernen der Sprache verbracht, sondern mit Hausarbeiten, Web-Projekt, Wohnungsauflösung (an dieser Stelle nochmal zynisches “Danke, Anke!” und ein aufrichtiges “Danke” an alle Umzugshelfer) und einem relativ kurzfristigen Urlaub an der französischen Atlantikküste verbracht. (Während dem ich dann aus Frankreich über eine Freundin in Finnland den Zweitschlüssel für meine Unterstell-Garage in Deutschland organisieren musste, weil meiner bei der Post verloren gegangen war – wenn das mal kein Internationales Informationsmanagement ist?)
Ich hatte den Monat über also zu viel um die Ohren, als das eine ruhige Minute Gelegenheit zum Bammel-vor-Sofia-kriegen gegeben hätte. Doch in der ersten Nacht nach dem Urlaub, zuhause bei meinen Eltern holte mich dann alles ein und ich konnte vor Aufregung kaum schlafen.
Meine Gemütslage wurde durch eine Mail aus Bulgarien auch nicht gerade verbessert: “Dear Philipp, why didn’t you send me your application form?” Das Akademisches Auslandsamt (neudeutsch International Office) meiner Uni hat’s offensichtlich verbummelt, meine Anmeldung zum Erasmus-Sprachkurs zu unterschreiben und weiterzuleiten. (Herzlichste Grüße an dieser Stelle an die tolle Frau MüLo resp. Motze vom AAA – ich hoffe doch, ihrem Wurf geht’s den Umständen entsprechend gut?)
Keine Anmeldung hätte auch “Kein Zimmer” bedeutet. Zum Glück hatte ich noch eine E-Mail an die Uni Sofia geschickt und so gerade noch rechtzeitig herausgefunden, dass das Institut, das sich die ersten vier Wochen um mich kümmern sollte, noch garnix von mir wusste…
“Wie absurd ist es denn bitte, dass ich am Samstag für sieben Monate nach Bulgarien fliege?”, spukt es ständig durch mein Hirn.
zurück zur Startseite · Tags: chaos, stress, uni hildesheim
Kommentarfunktion für diesen Artikel geschlossen