Meine erste Schreibblockade heißt Jan T. und begann eigentlich bevor alles beginnen sollte. “Manchmal möchte ich dir so fest ans Schienbein treten, dass rückwärts in der Zeit flüchten müsstest!” sagte Jan, als ich ihm von Blogarien erzählte. Das mit dem Schienbein ist so eine Sache. Das fiel mir das erste Mal auf, als meine Freunde bei einer Runde Tabu den Begriff “Schienbein” mit den Worten “Wo tritt der Philipp gern dagegen?” erklärten und der Begriff sofort erraten wurde.
Zurück zu meinen Lernbemühungen. Meine Schwester unterstützt mich nach Kräften mit PONS-Produkten. Die müssen enorm sein, denn die drei riesigen bulgarischen Wörterbücher die gestern per Post kamen, wiegen zusammen ziemlich viel und stellen, meinen Schreibtisch blockierend, meine zweite Schreibblockade dar. Nichtsdestotrotz vielen Dank nochmal an dieser Stelle!
In letzter Zeit wurde mein “Nunja, ich mache ich ein Auslandssemester in Bulgarien und lerne gerade Bulgarisch” häufig nur mit einem freudigen Ausruf kommentiert: ‘Lecker Klawkalasch!’ Ich dachte man wisse hierzulande mehr über Bulgarien. Tja. Das sind wohl nur zwei der zahllosen Stützen für meine These, dass der gemeine Mensch im Allgemeinen zur Verallgemeinerung neigt.
Ganz im Gegensatz übrigens zu Büchern. Die explizieren nämlich gerne mal. Der Powerkurs Bulgarisch für Anfänger sagt in einer der zahlreichen landeskundlichen Info-Boxen: “So ist […] das Bier im Bulgarischen weiblichen Geschlechts, während der Wein bei den Bulgaren grammatikalisch als Neutrum gilt.”
Na, dann mal äh… nichts wie ran an die Bierinnen?!
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