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“Не може! Не може!“, kreischt die kreischrot gefärbte Postbeamtin, “Das geht nicht!” Verdammt, was denn jetzt schon wieder? Ich habe doch alles bedacht, was es zu bedenken galt? Blitzartig gehe ich die innere Checkliste noch einmal durch, während sich hinter mir eine giftig zischelnde Schlange von Postkunden aufstaut.
Mit spitzen Fingern zieht sie schließlich einen winzigen Schokoriegel aus dem Päckchen. Den wollte ich der Freundin zusammen mit den kopierten Artikeln für ihre Magisterarbeit schicken. Ob ich den wohl verzollen muss? Der hat doch nur 40 ст gekostet! “Не може! Не може!“ Herrje, na gut, dann halt ohne!
Wütend hackt Sie auf ihre Tastatur ein, gereizt kratzt ihr Kugelschreiber ausgefranste blaue Bahnen auf die zahlreichen Dokumente, die sie meines Päckchens halber auszufüllen hat. Sie knallt mir die Quittung durch die schmale Durchreiche. 22 Лeвa? Für einen 3cm dicken DINA4-Umschlag? Genausoviel habe ich tags zuvor für ein größer-als-Schuhkarton-großes Päckchen bezahlt. Jetzt ebenfalls wütend, beginne ich mein Geld rauszukramen. 17 Лeвa, 20, 21… 21,10… 21,30… 21,60 Лв. Verdammt. Ich hab nicht mehr genug! Es fehlen genau… Das glaub ich einfach nicht… vierzig Stotinki?? Damn you, Schokoriegel!
Zum Glück konnte ich mir noch vierzig Stinki von der freundlichen, dicklichen älteren Dame erschnorren, die mir schon den umfangreichen Wortschwall der Postbeamtin in ein einfaches “Einschreiben oder normal?” übersetzt hatte. (Lost in Translation? Totally!) In der Aufregung hab ich dann vergessen, ihr den Schokoriegel zu schenken.
Ähnlich erging es meiner Mitbewohnerin H., wie sie mir später erzählt. Bei ihr schlug die Post-Tante alles was im Paket war einzeln in einem riesigen, zerfledderten und vergilbten Buch für Dienstanweiseungen nach:
I… J… K… K-a… K-e… ah, da haben wir’s ja, Kekse! Ha, niemals! Keine Kekse für den Klassenfeind!
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Man muss aber natürlich nicht vor die Tür gehen, um den Winter zu erleben. Da reicht es auch, einfach zu duschen, denn das warme Wasser wurde uns der Einfachheit halber mal wieder abgestellt. “Bis Freitag”, sagt der Aushang im Hausflur, “Bis Samstag” der Mann im Fahrstuhl und meine Erfahrung sagt “Bis Sonntag”.
— Phil · Nov 21, 10:28 PM · #
Die verdammte bulgarische Schokoriegelmafia.
Zudem scheint es demnächst auf dem Weltmarkt eine gesteigerte Schokoladennachfrage zu geben. (Kein Scherz!) Hat irgendwas mit dem Wunsch der reicherwerdenden Chinesen, die auch mal die klebrige – weil warme – braune Schokomasse zwischen den Fingern fühlen wollen, zu tun.
Bulgarien macht sich bereit, um mit seiner an schokoladenvorkommenreichen Region zu einer Wirtschaftsmacht heranzuwachsen.
— Buchstabensuppe · Nov 22, 02:22 AM · #
resp. “Die Mafia gehört hinter Schloß und SchokoRiegel!”
Gestern stand in der Zeitung (unter Vermischtes, 300g), dass man in den Minen im bulgarischen Vitosha-Gebirge bereits in 4000 Meter Tiefe Schokolade abbaut. Die Arbeitsbedingungen müssen dabei schrecklich sein. Die Arbeiter bekommen nur einen (haha) HUNGERlohn, regelmässig kommt es zu Kakaostaubexplosionen oder die Arbeiter werden von herabfallenden Kakaobohnen erschlagen und die meisten Kumpel sind ab 50 Jahren arbeitsunfähig – Überzuckerung.
— Phil · Nov 22, 12:51 PM · #
ATTENTAT PER POST
Kenn ich alles PhillyBilly, du bist nicht allein. Die Pliska-Postfrau raunzt mich an “Machen Sie das Päckchen doch nochmal auf, verschicken Sie eine Bombe?” NEIN! Bin mir nicht sicher, ob es schwieriger ist, in Bulgarien ein Päckchen zu verschicken, oder in die USA einzureisen und dabei Fragen zu beantworten wie: Haben Sie jemals ein Attentat geplant?
— anna · Dec 3, 12:55 PM · #