Auch der zweite Tag meiner Uni-Schnitzeljagd frustriert mehr als er hilft. Der fiktive Dialog bringt meine Situation und meine Stimmung gerade ziemlich genau auf den Punkt. Ich fürchte, meine Studienplanung stellt hier ein klassisches mehrstufiges Informationsproblem dar. Ich weiß, dass es eine Uni gibt. Ich weiß, wo sie ist. Ich weiß, an welcher Fakultät ich angeblich bin. Dort nannte mir jemand, von dem ich NICHT weiß, wer er war, einige Namen von Personen von Instituten, die ich nicht kenne. Um die Personen zu finden, muss ich zuerst die Institute finden. Um herauszufinden, wo die Personen ihr Büro haben, muss ich die Institute, von denen ich nicht weiß wo sie sind, abklappern. Um herauszfinden, ob mir die Personen überhaupt helfen können, muss ich sie in ihren Sprechstunden erwischen.
Ich suche also die richtige Person im richtigen Institut im richtigen Flur im richtigen Büro im richtigen Teil der Stadt zur richtigen Zeit mit den richtigen Fragen.
Ich könnte auch einfach Lotto spielen, wie wär’s? Die Chancen sind gleich gut! ♦
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